Unser Europaseminar 2026 im schönen Kloster Banz

Vom 25.01. bis zum 30.01.2026 war es wieder so weit: Im schönen Kloster Banz fand das beliebte OHG-Europaseminar statt – und das bereits zum 25. Mal!

Als Gruppe von 31 Schülerinnen und Schülern machten wir uns unter Leitung von Herrn Francke am frühen Sonntagmorgen gemeinsam mit Frau Dr. Möhring, Frau Pieske und Frau Schoone auf den Weg nach Bad Staffelstein in Oberfranken.

Besonders freuten wir uns über die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschulen aus Frankreich, Ungarn und den Niederlanden, die wir dort treffen sollten.

Nach unserer Ankunft bezogen wir zunächst unsere Zimmer in dem eindrucksvollen Kloster und wir konnten einen ersten Eindruck von der besonderen Atmosphäre des Ortes gewinnen. Wir erkundeten die zunächst etwas unübersichtlich erscheinenden Gänge und Korridore des Klosters, die Tagungsräume und das Schwimmbad mit Sauna sowie den Fitnessraum. Und selbst eine Kegelbahn gab es dort!

Noch am selben Abend begann das Seminar mit dem ersten Vortrag von Herrn Dr. Gunther Schmid, der über die aktuelle Weltpolitik referierte. Dabei verschaffte er uns einen umfassenden Überblick, der uns als Grundlage für die kommenden Tage diente.                                           

Am zweiten Tag setzte Herr Dr. Gunther Schmidt seinen Vortrag fort und sprach ausführlich über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Dabei beantwortete er auch unsere Fragen und ließ uns von seinem breit gefächerten Wissen profitieren. Anschließend folgte ein Vortrag von Herrn Peter Bauch über die Sicherheitslage in Europa, der viele aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen aufgriff und zum Nachdenken und zum politischen Diskurs anregte.

Am dritten Tag referierte der ehemalige Europakorrespondent und Pressesprecher aus dem Europäischen Parlament, Herr Michael Möhnle, zunächst sehr informativ und anschaulich über Donald Trump und die MAGA-Bewegung. Im zweiten Teil seines beeindruckenden Vortrags ging es um das Ziel Europas, klimaneutral zu werden – ein Thema, das vor allem im Hinblick auf unser EU-Planspiel am letzten Tag von großer Bedeutung war.

Am vierten Tag stand eine Exkursion nach Nürnberg an. Dort besuchten wir das Memorium Nürnberger Prozesse und wir erhielten dort zwei sehr eindrucksvolle und informative Führungen. Dabei wurde nicht nur die historische Bedeutung der Prozesse deutlich, sondern auch der Bezug zur heutigen politischen Lage hergestellt. Anschließend besichtigten wir noch die Kaiserburg, von der aus wir einen schönen Blick über Nürnberg hatten. Ein kleiner Stadtbummel rundete den Nachmittag ab. Am Abend erwartete uns ein klassisches bayerisches Buffet, bei dem wir uns alle gemeinsam über die bisherigen Eindrücke austauschen konnten.

Am letzten Tag fand schließlich das EU-Planspiel statt. Hier konnten wir das Wissen aus den vergangenen Tagen noch einmal aktiv anwenden. In verschiedenen Rollen, etwa als Politikerinnen und Politiker, Journalistinnen und Journalisten oder Interessenvertretungen, versetzten wir uns in reale politische Entscheidungsprozesse hinein. Gemeinsam erarbeiteten wir einen Gesetzesentwurf zur europäischen Energiepolitik, der am Ende sogar eine Mehrheit fand.  Das Planspiel machte uns nicht nur viel Spaß, sondern zeigte uns auch deutlich, wie komplex politische Entscheidungsfindung auf europäischer Ebene ist.

Rückblickend war das Europaseminar im Kloster Banz für uns weit mehr als eine schulische Veranstaltung. Die gemeinsamen Erlebnisse, intensiven Diskussionen und neuen Perspektiven haben diese Woche zu einer Erfahrung gemacht, die uns nachhaltig geprägt hat und die wir nicht vergessen werden. Besonders der offene und bereichernde Austausch mit unseren ausländischen Gästen sowie mit den Referenten und unseren Lehrkräften hat das Seminar für uns zu etwas ganz Besonderem gemacht, wofür wir sehr dankbar sind.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Hanns Seidel Stiftung, ohne die dieses Seminar nicht möglich wäre und Herrn Francke für die hervorragende Organisation und den reibungslosen Ablauf.

Maja Michalska, Q1-Jahrgang


Stimmen aus unsereren Partnerschulen:

„Das OHG und das Lycée Jean Vilar pflegen eine jahrzehntelange, enge Schulpartnerschaft. Unsere deutschen und europäischen Freunde an einem so wunderschönen Ort besser kennenlernen und verstehen zu können, uns hochinteressante Vorträge zu wichtigen europäischen Themen anhören zu dürfen, ist eine große Chance – und dafür möchten wir uns bei unserer Partnerschule, dem OHG, und insbesondere bei Herrn Francke, der das ganze Projekt immer sehr gut koordiniert, sehr herzlich bedanken. Es lebe die europäische Freundschaft!“

– Elodie Renaux, Lehrkraft von unserer Partnerschule in Plaisir, Frankreich

„Die Organisation der Veranstaltung war hervorragend. Vor allem für meine Schülerinnen und Schüler und mich aus Ungarn sah ich es wie ein Aufatmen, eine Art geistige Erholung von der politischen Propaganda – nachdem uns in Ungarn leider nur noch ein schmaler Pfad der Demokratie geblieben ist.“

– Szilvia Bauer, Lehrkraft von unserer Partnerschule in Tatabanya, Ungarn

„Wir haben beim Europaseminar eine richtig tolle Zeit gehabt! Wir haben in dieser Woche auf eine sehr zugängliche und unkomplizierte Weise Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern kennengelernt. Jetzt wissen wir viel mehr über ihre Kulturen und Sprachen – und wir haben unglaublich viel dabei gelernt.“ – Danielle Vos, Lehrkraft von unserer Partnerschule in Hoogezand, Niederlande


Impressionen aus der Zeit im Kloster Banz